Die Telefonanlage einfach auslagern

In der Zeit des Web 2.0 werden immer mehr Dienste in das Internet oder auf Apps umgelagert. Telefonanlagen gehören ebenfalls dazu, was Unternehmen einige Vorteile bringt. VoIP ist bereits etwas älter, aber die komplette Auslagerung des Telefonnetzes einer Firma ist noch relativ jung. Die Technologie breitet sich aus und wird immer mehr genutzt. Virtuelle Telefonanlagen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Keine Hardwarekosten

Der Gedanke ist erst einmal ungewohnt: Telefonieren ohne Telefonanlage in der Firma. Ohne Hardware. Es drängt sich der Gedanke auf, dass das doch für Chaos sorgen müsste. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Zwar fallen die Anlagen weg, dafür hat man aber auch mehr Platz. Die Platzersparnis ist aber nicht der einzige Vorteil. Abonniert man den Service, entfallen auch die Installationskosten der Gerätschaften. Die nötige Hardware befindet sich in den Räumen des Anbieters, so dass nahezu die gesamte Rechenleistung ausgelagert wird. Das bedeutet auch, dass keine Kosten für Wartung mehr anfallen. Kaputte Geräte sind ein Ding der Vergangenheit. Die einzig nötige Hardware ist ein fähiger DSL-Anschluss und für jeden Arbeitsplatz ein geeignetes Telefon. Das kann ein Standardgerät sein oder ein spezielles Businessmodell, das die Anlagenprovider häufig gleich mit anbieten. So gibt es das Telefon snom bei nfon zu einem durchaus günstigen Preis, mit zweizeiligem Display, zwei Ethernet-Ports und ganzen 27 Funktionstasten. Einen Nachteil hat die Technologie allerdings gegenüber der althergebrachten: Ist die Internetverbindungsgeschwindigkeit zu gering, hat die Qualität der Gespräche darunter zu leiden, was insbesondere bei Unternehmen einen unseriösen Eindruck erwecken kann. Ohne ausreichende Verbindungsgeschwindigkeit sollte man eher zum klassischen Telefon greifen. Aber gerade in Wirtschaftszentren und Firmenballungsräumen ist nicht mit langsamen Anschlüssen zu rechnen.

Ortsungebundenheit ist Trumpf

Weiterer Vorteil einer virtuellen Telefonanlage ist die Ortsungebundenheit. Die Anlage und das Firmennetz sind nicht mehr an ein bestimmtes Gebäude gebunden. Nummern können also auch für das Home-Office weiter verwendet werden. Dies spart Zeit und Organisationsaufwand, da damit zu rechnen ist, dass der betreffende Kollege innerhalb der Arbeitszeit auch unter seiner Nummer zu erreichen ist – Egal, wo er sich befindet. Darüber hinaus funktioniert das Modell international. Traditionelle Telefontarife entfallen, da man über das Internet telefoniert. Natürlich gibt es trotzdem Kosten, doch liegen diese im Schnitt etwas niedriger als die klassischen Telefontarife. Dazu kommen monatliche Nutzungsgebühren. Auch wachstumstechnisch sind die Anlagen äußerst flexibel, denn gerade für jüngere Unternehmen ist das Modell absolut interessant. Ohne weiteren Hardwarekauf lässt sich das Firmennetz bequem an die Erfordernisse des Wachstums anpassen. Ein Vergleich der Anbieter lohnt sich, denn die Kaufentscheidung ist je nach den Bedürfnissen des Unternehmens zu treffen. Einige Anbieter haben günstige Preise pro Anschluss, dafür aber keinen Mengenrabatt. Bei sehr vielen Mitarbeitern kann dies von Nachteil sein. Ist mit starkem Firmenwachstum zu rechnen, ist dieses Modell aber auf jeden Fall zu bevorzugen.

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